Ein Klima-Prozess im Hitzesommer

Shownotes

Ein Mann warnte vor sechs Jahren auf dem Bundes­platz vor den Folgen der Klima­erwärmung. Mitten im diesjährigen Hitze­sommer muss er sich dafür vor Gericht verantworten. Im September 2020 versammeln sich Hunderte von überwiegend jungen Menschen zu einem Klima­camp direkt vor dem Bundes­haus in Bern – unter dem optimistischen Motto «Rise up for Change». Sechs Jahre später kämpft einer der Camper noch immer für einen Freispruch.

Haben die Temperaturen einen Einfluss auf die Verhandlung? Wie gehen die Ober­richterinnen mit Menschen um, die genau davor gewarnt haben, was für alle sicht- und spürbar eingetreten ist? Im Gespräch mit Boas Ruh erzählt Brigitte Hürlimann von einem Prozess, der mit einem Rauswurf begann. Und von richterlichen Argumentationen, die sich immer wieder ändern.

Sie möchten uns etwas mitteilen? Für Rückmeldungen, Kritik, Lob, … sind wir erreichbar via Mail (audio@republik.ch oder Sprachnachricht (079 507 60 59).

Weiterführende Links

Produktion: Vivienne Kuster Hosts: Brigitte Hürlimann & Boas Ruh

Transkript anzeigen

00:00:00: Die Hitze ist brutal, wortwörtlich.

00:00:03: Jedes Jahr sterben die der Schweiz hunderte von Menschen.

00:00:06: Letzte Jahre waren es vierhundert Zähnen, wo die Statistik vom Bund den Hitz zuschreibt.

00:00:12: und dass unsere Sümmer wärmer werden mit dem Klimawandel zu tun.

00:00:16: Auch das wissen wir schon lange.

00:00:17: Warnungen vor einem Klimawandeln gibt's seit Jahrzehnten.

00:00:20: Der Weltklima-Rat IPCC wurde im Jahr nineteen achtetacht gegründet worden Und doch sei stuprig, dass sich unsere Justiz immer noch schwer mit dem Thema tun?

00:00:31: Es ist vor allem die Strafjustiz, die sich schwer mit diesem Thema tut.

00:00:35: Ich habe das Gefühl, dass in anderen Bereichen Verwaltungsrechte, Vielrecht, Staatsrechte hat man früher kapiert, dass man auf neue Fragen und Antworten braucht.

00:00:46: Aber die Straftreechnik zeigt sich hier recht unflexibel.

00:00:51: eine grosse Mühe mit dem riesigen existenziellen Problem umzugehen.

00:01:08: Willkommen bei der dritten Gewalt, ein Justiz-Podcast von der Republik!

00:01:12: Ich bin Boas Ruh und bei mir ist wie immer die Gerichtsreporterin Brigitte Erlimann.

00:01:17: Wir schauen heute auf das Strafrecht, wir besprechen zwei Fälle von Klimaaktivisten, die vor sechs Jahren bei einer Grundgebung auf einem Bundesplatz zu Bernden dabei waren – weisst du es dort abgelaufen?

00:01:31: Ich war selbst nicht dabei, aber ich habe sehr viele Bilder, Beschreibungen und Filme zu dieser Aktion gesehen.

00:01:38: Sie hat sehr optimistisch Titeltreit Rise Up for Change und es waren vielzahl von Gruppierungen, vor allem von jungen Leuten, die sich in der Klimabewegung engagiert und oft entschieden haben, wir müssten jetzt, im September, auf dem Bundesplatz präsent sein.

00:02:00: Das ist überhaupt nicht zufällig weder der Ort noch den Zeitpunkt, weil genau in dieser Woche, wo die jungen Menschen ihr Camp erstellt haben im Bundesplatz, hat man im Bundesparlament über das revidierte CO²-Gesetz diskutiert und die jüngeren Leute waren ein paar Hundert.

00:02:19: Sie wussten einfach, es geht ums Ganze oder um die Wurst.

00:02:24: Wir wollen, dass Politikerinnen Wir wissen, wir sind da.

00:02:29: Das Thema ist dringlich und sie können an unseren Wünschen vorstelligen.

00:02:36: Unsere Forderung geht nicht einfach vorbei.

00:02:39: Wie sah das aus, wenn du diese Videos angeschaut hast?

00:02:41: Was sieht man darauf?

00:02:42: Es war wirklich ein Camp oder eine kreative Werkstatt oder einen Jugendlagen kann man sagen sehr gemischt mit verschiedenen Bauten.

00:02:53: Es gab Zelt, es gab Schiff, wo die Leute übernachtet haben.

00:02:58: Es gab Begegnungsorten und Räume.

00:03:01: Die Jugendlichen, die dort als Aktivistinnen von Ort waren, sind dort übernachtet oder gelebt.

00:03:08: Wie war die

00:03:09: Fatilager-Atmosphäre?

00:03:11: Sehr kreativ!

00:03:12: Aber es war von Anfang an die Idee, dass das Bevölkerung mit einbezogen werden soll.

00:03:17: Darum hat die Gemeinschaftsräume Workshops veranstaltet, den Referat gegeben ... Und was sie auch wertgeleitet haben, ist, dass sie den Verkehr nicht behindert.

00:03:30: Es findet am Ziestig immer eine grosse Wochenmärz statt in Bern.

00:03:34: So ein Wochenmerrit auf dem Bondsplatz und Sie haben betont, dass man für das Platz gemacht hat.

00:03:40: Ich habe es jetzt nicht überprüft, ob das stimmt oder ob wirklich jeder Markthändler und jede Büherin ihren Platz noch gefunden hat.

00:03:49: Aber das war eigentlich für sie von Anfang an klar.

00:03:53: Es muss beides aneinander vorbeikommen.

00:03:56: Du hast jetzt schon so eine vorsichtige Sprache gewählt, dass er gesagt hat, die Idee war es, sie hätten planen können, weil alles ist nicht ganz so abgelaufen wie sie es vorgekommen

00:04:04: haben?

00:04:05: Nein, ganz und gar nicht!

00:04:07: Sie haben von Anfang an kommuniziert, wir bleiben ein Wochen lang dort vorm Platz bis die Schlussabstimmung des CO²-Gesetzes über Bühne gelaufen ist.

00:04:18: Und das hat man gewusst aber ... Die Polizei hat nicht so lange zugeschaut und nach gut zweieinhalb Tagen kam es in der frühen Morgenstunde zu einer Räumung.

00:04:31: Die Aktivistinnen haben weder Debatte im Bundesparlament noch die Schlussabstimmung vor Ort mit erleben

00:04:40: können.

00:04:40: Über diese Räume, wenn sie abgelaufen ist über diese Redemots gerade noch ausführlich.

00:04:44: Ganz ein kleines Zwischen-Einschuh für mich interessiert diese Schlussabsteimung.

00:04:48: Weisst du denn die Ausgänge?

00:04:50: Die ist im Sinn der Klimaaktivisten ausgegangen.

00:04:54: Eigentlich sehr erfreulich, eine Mehrheit vom Bundesparlament.

00:04:58: hat der Revision vom CO-Zweigesetz zugestimmt.

00:05:01: Aber wieso oft in unserem Land hat es unterlegende Minderheit gegeben?

00:05:07: SVP-Nürchigreise, Wirtschaftsreisen haben das Referendum ergriffen gegen das neue CO-zweigesetze und das Volk hat sich dem Referendum angeschlossen und hat anders entschieden als ihre parlamentarische Vertretung.

00:05:21: Das

00:05:21: CO- Zweigesetzung ist gescheitert.

00:05:23: am Schluss.

00:05:24: Gehen wir zurück zu diesem Protestcamp und diese Räume, die man jetzt auch.

00:05:27: Ich schaue ganz konkret an einem Beispiel.

00:05:31: Der erste Fall, in dem man besprechen betrifft einen Teilnehmer von diesem Protestcamp, der dann Mitte der Nacht der Polizei geräumt wurde.

00:05:41: Was ist genau seine Geschichte?

00:05:45: Er ist eigentlich ein Fachmann, muss man sagen.

00:05:48: Damals war er ein junger Mann, der in den Uusbildungen war.

00:05:53: Er hatte auch die ETH Zürich ... die Klimawissenschaften studiert.

00:05:58: Er hat wirklich gewusst, was es geht und was das Thema ist.

00:06:01: Und er hat zu diesen Aktivisten gehört, die sich mehrere Tage auf dem Camp aufgehalten haben.

00:06:07: Und dann in der frühen Morgenstunde war es zu dieser Rheumikotisch ankündig von den Stadt Bern und die Polizei, bei denen sie auf einen Platz kam.

00:06:16: Sie hatte auch noch mal über Megaphone mitgegeben.

00:06:21: Sie bittete Platzverlag, Freiwilligung ... Sonst werden sie geräumt und er hat dann entschieden, dass ein Sitzen auf dem Platz bleibt.

00:06:30: Er ist nicht aufgestanden und hat den Platz verlassen.

00:06:35: Die

00:06:35: meisten haben das gemacht.

00:06:36: Einige nicht mehr, man weiss nicht genau wie viel nicht.

00:06:39: Und er darf beschlossen sein, er bleibt sitzen.

00:06:43: Sie sind zu ihm nach Kreis gesessen, also der junge Student.

00:06:47: Er hat sich eingekackt mit seinen Nachbarinnen.

00:06:52: Das konnte ich in der Anklageschrift nachlesen.

00:06:56: Die Polizei musste ihn aus dieser Einhagung, als er mit den Armen eingeschränkt, lösen und vier Polizisten vom Platz treten.

00:07:06: Wie ging es für ihn weiter?

00:07:08: Hat das noch Konsequenz?

00:07:09: Das

00:07:09: hat ihm einen Strafbefehl gemündet im ersten Schritt.

00:07:13: D. h., dass die Staatsanwaltschaft den Fall aufgenommen hat und hat ihn per Strafbefehl Schuldengesprochen wegen Hindernung einer Amtshandlung.

00:07:24: Der junge Mann hat das nicht akzeptiert, hatte den Straf Befehl von der ersten Gerichtsinstanz gezogen, er hat einen Freispruch gefordert und die erste Gerichts- instanz verwehrte ihm das, dass er schuldig gesprochen wurde.

00:07:40: Und auch dieser erste Schultespruch hat er nicht akzeptiert.

00:07:45: ist der ganz Vorfall des Obergriffs von Kanton Bern gekommen und ich war dort dabei, an den Profisverhandlungen zu haben.

00:07:52: Haben die Juli stattgefunden?

00:07:55: Ja, das ist noch nicht so lange her.

00:07:56: Das

00:07:56: war vor sehr kurzer Zeit am Berner Obergericht und es war wahnsinnig heiss an diesem Tag.

00:08:02: Die Gerichtsverhandlung mitten in dem krasse Hitze-Summer, wo wir dieses Jahr erlebt haben, hat sich bemerkbar gemacht!

00:08:09: Ich habe selten einen Strafprozess erlebt, an dem ich gemerkt habe.

00:08:13: Das Thema, über das wir eigentlich nach einem Gericht bezahlen reden, ist existent jetzt hier und heute auch in der Stadt Bern auf dem Weg zu den Gerichtsgebäuden oder wo man gewartet hat bis die Urteile eröffnet werden.

00:08:28: Es war eine unglaubliche unerträgliche Hitze an diesem Prozesse-Tag.

00:08:34: Die Sonne hat runtergeknallt.

00:08:37: Schon am Morgen früh, als ich zu diesem Gebäude gelaufen bin, sah ich, dass rund ums Berner Obergericht die Bäume bewässern werden.

00:08:46: Das habe ich so sinnbildlich gefunden.

00:08:48: Hier probiert man verzweifelte Bäume am Leben erhalten und ich dachte immer, aber das ist reine Symbolbekämpfe.

00:08:57: Mit dem kommen wir nicht weit.

00:08:58: Es geht darum etwas ganz anderes.

00:09:00: Es ging darum, dass Klimakrise auch in der Schweiz angekommen ist.

00:09:06: Das habe ich unglaublich spannend gefunden, dass mich das erlebte auf dem Weg ins Gericht.

00:09:11: Und im Gerichtsrat ist genau das Thema.

00:09:14: Jetzt geht es darum, ob wir jemanden verurteilen, der vor sechs Jahren genau von diesem gewohnt hat, was jetzt dieser Sommer eintreten ist?

00:09:25: Wie hat sich das abgespielt von Gericht?

00:09:27: Der Vorwurf ist die Hindernung einer Amtshandlung.

00:09:30: D.h.,

00:09:31: er hat sich geweigert, den Platz zu verlassen?

00:09:33: Er hatte den Platz nicht freiwillig gehoben und das finde ich auch noch ein interessanter Aspekt.

00:09:37: Das hat einen treuhöpfigen Gerichtskrimi um Abitone.

00:09:42: Er wurde nicht bestraft von der ersten Instands- und Staatswirtschaft, weil er teilgenommen hat an dem Klima-Camp.

00:09:50: Das ist ganz wichtig!

00:09:51: Das finde ich eine interessante Unterscheidung.

00:09:54: hat dann auch der Obergerichtspräsidentin betont.

00:09:57: Das hat man toleriert, dass er an dieser Grundgebung teilgenommen hat, obwohl die Organisatorinnen keine Bewilligung geholt haben für das Camp des Bundesplatzes.

00:10:07: Aber...

00:10:08: Es ist so eine Zwischending, es ist nicht konkret erlaubt aber es ist toleriert!

00:10:12: Es ist Rechtsprechung von Straßburg.

00:10:14: Der Europäische Richthoff für Menschenrecht sagt klipp und klar und in mehreren Urteilen Das Entstaat muss einen friedlichen zivilen Protest tolerieren und dass das auch zu gewissen Störungen und Belästigungen vom Alltagsleben kommen darf.

00:10:30: Das muss man akzeptieren, weil der Friedliche Zivile-Protest eine sehr wichtige Funktion hat in einer Demokratie.

00:10:39: Und das wissen die Schweizer Behörde.

00:10:41: Darum war es eigentlich kein Thema.

00:10:43: Es wird akzeptiert.

00:10:45: Die jungen Leute auf dem Bundesplatz ... Die dürfen das, wie sie sind friedlich bleiben.

00:10:50: Die Schweizer Behörde haben den AfD entschieden, dass nach zweieinhalb Tagen genug gewartet wurde und das genug toleriert hat.

00:10:57: Und die jungen Leute können ihre Meinung äußern.

00:11:00: Jetzt reicht es, jetzt ist es fertig.

00:11:02: Sie haben dann eigentlich die Rechtsprechung von europäischem Gerichtshofemensch recht so interpretiert, dass sich von denn jetzt ab jetzt dürfen wir raumen.

00:11:12: Darum hat aber das Gericht gesagt, okay wir haben das zweieinhalb Tage toleriert.

00:11:16: Aber nach einem Schluss war und du beschuldigter Mann bist dann nicht einfach gegangen.

00:11:22: Du bist sitzen bleiben.

00:11:23: Und wenn er einfach gegangen wäre wären Straflosten vorgekommen.

00:11:27: Aber das hat er nicht gemacht.

00:11:28: Wir müssen vielleicht noch sagen, dass damals die Stadt Beantragung hatte, dass während der Session gar keine Aktionen grundgebungen auf dem Bundesplatz erlaubt gewesen sind?

00:11:40: Ja, das ist ein ganz wichtiger Einwand.

00:11:43: Denn auch die Aktivisten, die bestraft worden sind wie seine Freiwilligungen – jetzt haben Sie immer wieder erwähnt, dass damals hat man gar keine Bewilligung bekommen, weil es Grundsätzliches Verbot zu bestanden hat während der Session.

00:11:57: Das hat man nachher dann geändert mit der Zeit und heute ist Gesetzeslager so, dass man grundsätzlich eine Bewilligkeit holen muss aber es gibt kein Grundsätzliches Verbot mehr.

00:12:09: Und weil jetzt das Sommercamp oder der Klima-Camp eben noch in dieser Zeit stattfindet, wo es eigentlich grundsätzlich verboten war, hat das auch zu sehr bösen und giftigen Bemerkungen im Bundesparlament geführt.

00:12:24: Einzelne Parlamentarierinnen, vor allem der SVP, die wirklich geifert haben und sich entsetzt gezeigt haben.

00:12:33: Die Stadt Bern aufgefordert hat – das muss man sofort rausholen als Camp um von Kauten geredet haben.

00:12:39: Und links extrem ein Parlamentariersch so wie es ging, dass er sagte, man müsse den Bundesplatz der Stadt Bern enteignen.

00:12:49: Diese Hege zeigt, sie könnten mit diesem Platz nicht umgehen.

00:12:51: Das geht so nicht mehr.

00:12:53: Das sind alles so nebengegrüßt.

00:12:55: Schon

00:12:55: mehr Lärm war, das hat noch keine Folgen gegeben.

00:12:57: Aber es zeigt eine sehr gehässige Stimmung, die v.a.

00:13:02: unter bürgerlichen Politikerinnen kerstet wegen dem Camp ihrer Hausdörren quasi.

00:13:10: Aber ich muss sagen, dass das Betrieb nicht gestört hätte.

00:13:13: Sie haben ja nicht Lärme unter den Augen gemacht und Präsenz markiert.

00:13:17: Sie hatten eben Workshops und Referatsabkalt.

00:13:22: Alle Leute, die in welchem Bundeshaus haben, konnten das ungehindert machen.

00:13:27: Was hat denn der Beschuldigte Student zu seiner Verteidigung gesagt?

00:13:31: Wer hat er argumentiert?

00:13:32: Er sagt in erster Linie, dass es seine Pflicht ist als Bürger vor den Klimakrisen zu warnen und dass er keinen anderen Weg sieht als mit einer Aktion auf dem Bundesplatz.

00:13:45: Klimaaktivistinnen tun seit Jahren schon – und das gilt auch für das Camp – dass wir uns in einer Notstandssituation befinden und es darum nötig ist, auch Recht zu brechen um mehr Maßnahmen zu erreichen, die dringend sind.

00:14:04: Und wo müssen jetzt passieren?

00:14:06: Jetzt und heute nicht erst, wenn das spart schon.

00:14:08: Was nachher noch herrscht ... Das konnte er noch nicht wissen, der ETIA-Student im September.

00:14:16: Er bekam später recht unter anderem von fünf Sonderbrichterstatterinnen, die sich ganz generell an die Schweiz gewendet haben und sich sehr besorgt darüber geküssert haben, wie man in der Schweiz mit friedlichen Klimaaktivisten umgehen kann.

00:14:34: Und diese fünf Sunderbrichterstatterinnen haben die Schweiz aufgeforderte Proteste zuzulassen – sie sind sogar noch einen Schritt weitergegangen!

00:14:44: In ihrem Brief an die Schweiz sagen sie, ein Land entsteht, muss er sogar unterstützen.

00:14:52: Er muss einen solchen friedlichen Protest unterstützen, wie das eine derart wichtige Stimme ist und den wichtigen Anteilnahme am demokratischen Prozess und am Fortschritt.

00:15:03: Dass man sicher nicht mit allerhärtig aktivistisch eingehen darf, weil das zu einem Chilling-Effekt könnte führen.

00:15:12: Das heisst dazu führen ... dass die Leute nicht auf die Strasse gehen und nicht auf ihre Anliegen aufmerksam machen.

00:15:19: Also ist auch ein Stück weit schon eintroffen?

00:15:22: Klimaproteste sind weitgehend verstummt?

00:15:24: Es gibt eigentlich keinen Protest mehr, also das was die UNO Sonderbrechternstadt beführt hat, ist eigentlich komplett eintroffend.

00:15:33: Das sagen aber alle Aktivistinnen, die sich von Gericht verantworten müssen.

00:15:38: Wir können nicht mehr, wir sind jetzt vorbestraft.

00:15:43: Interessanterweise hat sie in diesem hellischen Hitzesummen, wo so viel Zerstörung gebracht hat und auch in der Schweiz.

00:15:52: Es gab einzelne Stimmen, die gesagt haben, ja und wo ist jetzt das Klima-Jugend?

00:15:57: Und warum protestieren Sie nicht mehr?

00:15:59: Das ist wirklich ein bisschen zynisch wenn man sieht wie man mit den Leuten umgeht.

00:16:05: Genau das machen sie seit Jahren.

00:16:08: Das ist immer noch so, die kommen von Strafgericht und in allen Regeln werden sie dort bestraft.

00:16:16: Wenn es in diesem Fall jetzt vor dem Obergericht in Bern ausgegangen ist?

00:16:20: Ja ich

00:16:20: kann es ein bisschen atmen, das ist eine grosse Überraschung.

00:16:23: auch der Schuldspruch ist bestätigt worden.

00:16:27: Es kam zu einer lächerlich kleinen bedingten Geldstrafkurve Klimawissenschaften, die inzwischen natürlich nicht mehr studieren, sondern bei Greenpeace schafft das Klimaexperte.

00:16:42: Er hat eine bedingte Geldstrafe von vier Dagen setzten an hundertvierzig Frankenprod.

00:16:48: Das ist nichts, das ist lächerlich.

00:16:49: aber jede Gerichtsinstanz bringt tausende von Franken Verfahrenskosten mit sich.

00:16:55: also jetzt alleine Für das Verfahren vom Obergericht muss er viertausend Franken zahlen.

00:17:01: Das Verfahren des Regionalkrieges Bern-Mitternland hat auch über zwei tausende Franken gekostet, also das geht als lebendige und ein Eintag

00:17:10: im Strafvergist.

00:17:10: Und

00:17:11: ein Eitaug im Straftat gestern darf man nicht unterschätzen.

00:17:14: Das spielt immer noch eine massive Rolle.

00:17:17: Ich habe dort an dem Obergerichtsprozess ein üblicher Gehör.

00:17:22: Ein Notstand wird verneint.

00:17:24: Das Vorliegen des Rechtfertigungsgründs ist verneinbar.

00:17:30: Obwohl wir in diesem Saal schwitzen, obwohl draussen alles braun war und Bäume bewässert werden, sitzt die Strafrechterinnen immer noch da und sagt, das sei nicht geeignete Mittel oder es sei nicht verhältnismäßig.

00:17:48: Lustigweise haben wir eben genau an dem Mann gesagt, dass sie an diesem Camp teilgenommen haben.

00:17:54: Das ist kein Problem!

00:17:55: Für das tun wir sie nicht bestraft.

00:17:56: aber sie sind sitzenbleiben und sie haben sich eingekackt mit den Armen und für das werden sie bestraften.

00:18:03: Und das finde ich schon ja nicht so wirklich nachvollziehbar.

00:18:07: Wo meine Vorderaufnahmen über die Fälle geschwätzt haben, hast du mir ... von einer Zwischenpfählung im Gerichtssaal, die du in deiner Karriere als Gerichtsreporterin noch nie gesehen hängst.

00:18:20: Was ging

00:18:21: da?

00:18:21: Das ist sicher ein Sidenotab.

00:18:24: Ich bin immer noch eine Stunde darüber, dass das überhaupt möglich ist und zwar war es Thema ... Darf jemand noch in die Gerichtszahl hinein, auch wenn der Prozess vor ein paar Sekunden schon angefangen hat.

00:18:37: Und das ist jetzt wirklich passiert, wobei es ist farvengachlich komisch gelaufen.

00:18:42: Es ist eben schon ... Wo die Gerichtspräsidentin wollte den Prozess eröffnen, haben alle Leute gemerkt, dass der Beschuldigte Mann fehlt und ohne den Beschuldigten fährt der Prozesse nicht an.

00:18:52: Das war auch noch auf dem WC und das WC ist ein Stock weit runter, da mussten sie rinnen.

00:18:59: Ist dann eine Punkthalbinine dort drin gewesen?

00:19:02: Ist er innen gegränt?

00:19:03: Und die einzige Prozesshandlung, was dort schon passiert ist ... Das Gerichtspräsidentin sagte ihm, er darf ihn nicht neben seiner Verteidigerin sitzen.

00:19:13: Sondern soll gefälligst vorne mit in den Raum sitzen.

00:19:17: Was ich immer unmöglich finde und etwas deemütigend für beschuldigte Personen.

00:19:22: Aber egal!

00:19:23: Also das hin- und her hat es gegeben, dass man sagt, wo er muss absitzen.

00:19:27: Und dann geht die Dürre noch einmal auf.

00:19:29: Dann kommt ein älterer Herr rein, der zuschauen war, was sich sogar angemeldet hat an dem Prozess?

00:19:37: Und dann hat die Gerichtspräsidentin auf Tour geguckt an der Wand und sagte, es sei eine Art Trissig.

00:19:43: Der Prozess hatte eine Art Drissig angefangen.

00:19:45: Sie gehen jetzt wieder aus dem Gerichtssaal raus.

00:19:49: Der Mann war völlig perplex und konstruiert.

00:19:53: Er ist extra für den Prozess auf Bern gereist und wollte nicht rausgehen.

00:19:58: Er verstand die Welt nicht mehr.

00:20:00: Bis ein anderer Zuschauer, der ihn gekämmt hat, sagte, ich komme mit dir raus.

00:20:06: Der andere Zuschauer hatte offensichtlich Angst, dass der ganze Prozess wegen dem Eklat platzt.

00:20:13: Ich bin dort gesessen und kann die Welt nicht mehr verstanden werden, weil ich finde, Gericht dürfte in den ruhigen Bitzeln freundlicher und auch gastfreundlicher sein.

00:20:23: Es

00:20:23: ist ja selten genug, dass Zuschauerinnen und Zuschauer gewesen sind?

00:20:26: Es gibt so viele Prozesse, die niemals auf der Zuschauernbank sitzen.

00:20:31: Und diese waren knapp zehn Zuschauer drin.

00:20:34: Die haben sich von Anfang an anständig benoht, sind ruhig.

00:20:38: Es war keine störende, lärmende Gruppe.

00:20:41: Dass man dann so unerbittlich mit einem umgeht oder einfach ein paar Sekunden spart, ich finde ... Das hat das Gericht nicht nötig.

00:20:51: Ich weiss, dass ein Thema, der ausschickt wurde, später Beschwerden eingereicht hat ...

00:20:57: Also weg seien ... Es

00:20:58: sei ja eine Zulässung, es sei ein öffentlicher Prozess, um nicht herauszuweisen zu dürfen.

00:21:05: Er hat dann auch immer auf die Uhr aufgezählt und gesagt, es ist eine Dreißige.

00:21:10: Die Dreißigen fanden den Prozess ab und wussten gar nicht, wie geht die Uhr vor?

00:21:14: Ist denn diese so pünktlich?

00:21:16: Sie schicken mich ein paar Sekunden aus, es dürfte doch nicht sein.

00:21:20: Hat das dann auch per Beschwerden hinter Leid um den Obergericht?

00:21:25: Ich habe gesehen, dass es einen Beschluss gibt im Obergerichte und dort tut sich aber, dass die trüchöpfige Gerichtskrimi klar ist und sagt, nein, der war zu sparen.

00:21:38: Der hätte aufgeschlossen werden dürfen.

00:21:40: Das entspricht auch der Menschenrechtskonvention.

00:21:43: Wir haben kein Übergeordnete recht verletzt.

00:21:46: Es war kein Thema, den Beschluss, dass es einfach unnötig schikanös und streng war.

00:21:52: Und das kriegt eigentlich so nichts, sollte in meinem Publikum umgehen.

00:21:57: Und die Uhr?

00:21:58: Ist sie tatsächlich richtig gegangen?

00:22:01: Das weiss ich bis heute nicht.

00:22:02: Es ist im Beschluss kein Thema.

00:22:04: Ich weiss das demmaa... wo die Beschwerden eingereicht hat, das probiert herauszufinden.

00:22:10: In dieser Zeit, in der man nicht von dem Prozess dürfen.

00:22:13: Und er sagte mir nur in einer Pause ein Mitarbeiter des Hauskeeping-Zurstehens vom Obergericht.

00:22:20: Er sagte also, diese Uhren gingen nicht alle so pünktlich in diesem Gebäude.

00:22:24: Man muss vielleicht noch zur Ehretung vom Gericht sagen, bei den ersten Pausen hätten wir dann wieder innen dürfen.

00:22:30: Das machte man auch im Beschluss Geld.

00:22:33: Es sei ja nicht wenn und ganzer Prozess aus.

00:22:36: und interessanterweise bin ich sogar noch als Grund angegeben worden, wieso das korrekt ist.

00:22:42: Wie man mit dem Zuschauen umgangsschwil in diesem Beschluss steht tatsächlich es sei ja ein einzel akkreditierte Journalistin im Saal gewesen und die Tage vermutlich schrieben über den Prozess also quasi er könne sich auch über diesen Artikel informieren was da gelaufen ist.

00:22:59: Also eine kleine komische Sache.

00:23:02: aber Alles in allem, muss ich einfach sagen.

00:23:05: Es war unnötig, streng, strikt und sturr.

00:23:10: Das haben die Gerichte nicht nötig sich so zu verhalten?

00:23:14: Ich würde noch weiter nach einem zweiten Fall prägiten, weil der Klimawissenschäftler ist nicht der Einzige gewesen, welcher wegen dem Camp das Bern vor Griechen gelandet wurde.

00:23:23: Und du bist auch bei einem anderen Fall dabei gewesen.

00:23:26: Genau!

00:23:27: Ich bin Ende März schon mal am Berner Obergericht gewesen um einen ähnlichen Ausgangslag, um einen Doktor entgegen.

00:23:37: Er war auch noch in der Ausbildung und hat Energiewissenschaften.

00:23:41: Studiert ist auch ein junger Mann, der das Leben für den Kampf für Klima-Gerechtigkeit und Klimamaßnahmen gibt.

00:23:51: Das haben die beiden jungen Männer gemeinsam richtig gemerkt, dass es ihnen ein Anliegen ist, was für sie das Leben prägt.

00:24:00: Die sind nicht auf einem Bundesplatz wie sie in der Langweilung ist, sondern die haben gewusst gekämpft um alles um die Existenz.

00:24:08: Der andere Mann, der sich schon Ende März verantworten musste, war der Ausgangslag Minim anders.

00:24:17: Er war auch einer, der das Camp nicht geholfen hat nach der Auffordung von der Polizei und er ging noch ein Stück weiter.

00:24:27: Er hat sich sogar auf einem Boot, den sie aufgestellt haben.

00:24:31: Auf dem Bondsblatt hat er sich an ein Metallrohr angekettet und ich habe in der Anklagen Schrift gelesen wie man das Berufsführwehr holen musste und ihn mit einem Schneider trennen oder befreien von diesem Metallrohren.

00:24:47: Also es ist noch ein Stück weitergegangen aber sonst war bei der Begründung natürlich auch er schuldig gesprochen worden vom Obergericht.

00:24:56: Die andere Gerichtspräsidentin ist eine andere Gerichtssammensetzung.

00:24:59: Sie hat gesagt, dass sie teilgenommen haben an dem Camp kein Problem akzeptiert und dürfen sich aber an einem Metallrohr im Boot achetten.

00:25:12: Wenn der Platz geräumt wird, geht das gar nicht.

00:25:14: Und sie werden nur wegen diesem Bestraft auch wieder.

00:25:19: Hinderung einer Amtshandlung zu.

00:25:21: hätten sie nicht vermachen dürfen, für wer Leute kommen musste und sie dort los schneiden.

00:25:26: Und wo ich das gehört habe die Begründungen, wieso er jetzt wurde, dann dachte ich ja aber dann müssen alle anderen, die sich nicht angekettet haben an einem Metallrohr, eigentlich frei gesprochen werden müssen.

00:25:38: Das war ein paar Monate später halt nicht der Fall.

00:25:42: Dort hat sich der andere Mann eingehakt, seine Sitznachbarin.

00:25:46: Das hat er auch gelangt.

00:25:48: Genau, der Fall von unserem Greenpeace-Mitarbeiter, der genau so eine war.

00:25:52: In mir ist übrigens noch das Schlusswort in Erinnerung geblieben.

00:25:56: Kannst du dich noch daran erinnern?

00:25:57: Wenn du zum Schluss des Prozesses gesagt

00:25:59: hast ... Ja, sehr eindrücklich und traurig.

00:26:03: Er gab den treuköpfigen Gerichtskremium mit auf einen Weg.

00:26:07: Das ist im Fall die kühlste Summe, die wir erlebt haben werden.

00:26:13: Danke vielmals.

00:26:14: Lass uns!

00:26:15: von dem Verzählter Spriggit.

00:26:17: Das war die dritte Wahl, der Justiz-Podcast für den Republik.

00:26:21: Wenn euch dieser Podcast gefällt, dann erzählen doch andere davon oder was uns auch sehr freuen schreibt, eine kurze Bewertung auf das Spotify oder Apple Podcast oder alle unsere Abonnentinnen und Abonnenden.

00:26:33: Wir freuen uns über Kritik und Kommentare im Dialog auf republic.ch.

00:26:39: Mein Name ist Boasruh.

00:26:41: Ich höre es wieder.

00:26:43: Nächste Mal ... Kann man schon verraten, gibt es eine Spezialfolge?

00:26:47: Brigitte und ich machen den Rollentausch.

00:26:49: Ich gehe selber ins Gericht und Brigitte über die Moderation.

00:26:52: Ich bin sehr gespannt darauf.

00:26:54: Bis zum nächsten Mal!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.